Psychodynamik zum Anfassen
Mit unserer Vortragsreihe „Psychodynamik zum Anfassen“ (früher "Psychoanalyse zum Anfassen") möchten wir Studierenden der Medizin, Psychologie und anderen Interessierten einen lebendigen Einblick in psychodynamische Theoriebildung, Forschung und psychotherapeutische Praxis geben. Die Reihe verbindet wissenschaftlichen Anspruch mit einem verständlichen, praxisnahen Zugang zu aktuellen Themen der psychodynamischen Psychotherapie.
Einmal pro Semester laden wir zu einem etwa eineinhalbstündigen Online-Vortrag ein, organisiert von der DGPT Rheinland-Pfalz. Die Themen wechseln von Semester zu Semester und greifen Fragen auf, die Studierende und angehende Psychotherapeut:innen heute bewegen – etwa die Bedeutung von Beziehungserfahrungen für psychische Gesundheit, die Rolle des Unbewussten in der therapeutischen Arbeit oder die Auswirkungen gesellschaftlicher Veränderungen auf Identität, Familie und Entwicklung.
Im Mittelpunkt stehen psychodynamische Perspektiven auf menschliche Konflikte, Bindungs- und Beziehungsmuster sowie die Art und Weise, wie innere und äußere Wirklichkeiten miteinander verwoben sind. Die Vorträge sollen zeigen, wie Psychodynamik in der heutigen Zeit gedacht, erforscht und im Behandlungszimmer angewendet wird – offen für Vielfalt, gesellschaftliche Entwicklungen und neue Fragestellungen.
Im Anschluss an die Vorträge besteht Raum für Fragen, Diskussion und Austausch mit den Referent:innen.
Bei Interesse oder Fragen erreichen Sie uns unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Im Sommersemester 2026 wird Lena Barth (tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapeutin) einen Vortrag zu "Queeren Themen in der Psychotherapie" halten:
Dieser Vortrag widmet sich zentralen Themen der LGBTQI+ Community und deren Bedeutung für die psychotherapeutische Praxis aus psychodynamischer Perspektive. Im Mittelpunkt stehen queere Identitäten und Lebensrealitäten, Coming-out-Prozesse, Diskriminierungserfahrungen sowie Themen rund um die therapeutische Haltung. Dabei soll insbesondere beleuchtet werden, wie (psychodynamische) Psychotherapie einen offenen und verstehenden Raum schaffen kann, in dem individuelle Konflikte, Beziehungserfahrungen und gesellschaftliche Einflüsse gemeinsam reflektiert werden können.
Ein weiterer Schwerpunkt des Vortrags liegt auf alternativen Familienmodellen. Vorgestellt werden unterschiedliche Formen von Familie und Beziehung sowie aktuelle Forschungsperspektiven hierzu. Dabei soll insbesondere der psychodynamische Forschungskomplex rund um Triangulierung, frühe Beziehungserfahrungen und symbolische Elternfunktionen diskutiert werden. Im Fokus steht die Frage, wie sich traditionelle psychodynamische Konzepte unter Bedingungen gesellschaftlicher Vielfalt weiterdenken lassen und welche Chancen sich daraus für ein erweitertes Verständnis von Familie, Bindung und Entwicklung ergeben.
Im Anschluss an den Vortrag besteht Raum für Diskussion und gemeinsamen Austausch.
Der Vortrag findet am 07.07.2026 von 18:15 bis 19:45 über alfaview statt. Eine Anmeldung ist über den Reiter "Veranstaltungsanmeldungen" auf dieser Website möglich: https://www.dgpt-rlp.de/index.php/veranstaltungskalender/anmeldung-psychoanalyse-zum-anfassen-sose26